Claude Debussy
Sonate d-moll für Violoncello und Klavier
Francis Poulenc
Sonate für Violoncello und Klavier
Werke um Nadja Boulanger wie z.B.
Heitor Villa-Lobos, Camargo Guarnieri und Charles Trenet...
Alles beginnt mit dem Eklat! Schon lange vor Instagram waren Künstler besorgt, in der höheren Gesellschaft ein gutes Bild abzugeben. So feilte Debussy täglich an seiner aristokratischen Fassade und reagierte empfindlich, als seine Cellosonate mit einer Pierrot-Geschichte verglichen wurde: “Diese Geschichte ist von einer Geschmacklosigkeit, die mich krank macht.“ Ist diese heftige Reaktion seine ehrliche Meinung, oder vielmehr die Angst für vulgär und einfältig gehalten zu werden?
Die Cellistin, Schauspielerin und Multi-Instrumentalistin Anna-Lena Perenthaler greift Debussy ins Herz und löst diesen Knoten. Mit ihrem Komplizen Guilhem Fabre am Klavier springt sie mit ungebremster Spielfreude ins Paris der Belle Èpoque: In einem rasanten Wechselspiel aus Sonaten, Chansons und szenischen Einlagen brechen sie die Grenzen zwischen Konzert, Theater und Revue. Nicht nur Pierrot und Debussy verschmelzen allmählich, als sie nachts mit der Blechgabel die Gassenhauer in den Nachtcafés dirigieren. Zusehens beginnt die Fassade zu bröckeln...
Dieses Konzert ist ein Sonatenabend, der sie berauschen wird: Mit klassischer Exzellenz, menschlicher Wärme und einem gefährlichen Spritzer Absinth. Er verbindet die Tiefe der absoluten Musik mit radikaler Präsenz und überrascht durch interaktive Begegnungen mit dem Publikum.
Besetzung
Anna-Lena Perenthaler, Gesamtkonzeption & Violoncello
Guilhem Fabre / Kasia Wieczorek / Ekaterina Kintsurashvili, Klavier
Dorothea Kirschbaum, Regie
Gießener Anzeiger

Die polnische Pianistin Kasia Wieczorek zählt zu den gefragtesten Kammermusikerinnen ihrer Generation.
Ihre Musikalität und erfrischende Bühnenpräsenz erreichen Zuschauer auf der ganzen Welt. Sie konzentiert weltweit in den schönsten Konzertsälen wie Gasteig in München, Wiener Konzerthaus, Concertgebouw Amsterdam. Als Gast war sie bei vielen renommierten Festivals zu sehen, wie beim Lucern Festival, Beethoven Fest Bonn, Rheingau Musik Festival, oder den Ludwigsburger Schlossfestspielen.
Als außergewöhnlich vielseitige Kammermusikerin arbeitete sie zusammen mit Gidon Kremer, Augustin Hadelich, Antoine Tamestit, Steven Isserlis, Sol Gabetta, Grace Bumbry, Mihaela Martin und Frans Helmerson.
Kasia Wieczorek ist ofizielle Klavierpartnerin der wichtigsten internationalen Wettbewerben, wie dem ARD Wettbewerb München, Wieniawski Wettbewerb in Posen oder dem Aeolus Wettbewerb in Düsseldorf.
Neben regelmäßigen Meisterklassen an Universitäten in Europa, Asien und den USA wirkt Kasia als Dozentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und an der Kronberg Academy.